Giganten der Urzeit
Ausstellung mit mehr als 60 lebensgroßen Dinosaurier-Modellen in der Gießener Innenstadt

24. April - 18. Juli 2010


FAQ - Frequently asked questions

Häufig gestellte Fragen

Die häufigsten Fragen zur Dino-Ausstellung in Gießen und die Antworten Während der Führungen werden von Kindern und Erwachsenen viele Fragen gestellt. Wir dokumentieren hier Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Sollten Sie spezielle Fragen haben, schicken Sie uns eine E-Mail.

Hans-Peter Ziemek, Institut für Biologiedidaktik, JLU Gießen



  1. Wann lebten die Dinosaurier?
  2. Wo lebten die Dinosaurier?
  3. Wie war das Klima im Erdmittelalter?
  4. Wie sah die Vegetation im Erdmittelalter aus?
  5. Wer bewohnte das Meer des Erdmittelalters?
  6. Was war die „Erfolgsrezepte“ der Dinosaurier?
  7. Wie viele Dinosaurierarten gibt es?
  8. Wie entsteht ein Fossil ?
  9. Wie kann man das Aussehen der Saurier rekonstruieren?
  10. Wieso starben die Dinosaurier aus?

Wann lebten die Dinosaurier?

Die Dinosaurier hatte in ihre Hauptverbreitung in einem Zeitraum, der vor 250 Millionen Jahren begann und vor 65 Millionen Jahren endete.

Dieser Abschnitt der Erdgeschichte wird Erdmittelalter genannt und in die Abschnitte Trias, Jura und Kreide unterteilt.


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Wo lebten die Dinosaurier?

Im Erdmittelalter waren alle heutigen Erdteile noch miteinander verbunden und bildeten den Superkontinent Pangäa. Erst bis zur Kreide verschoben sich im Verlauf von 190 Millionen Jahre die Kontinentalplatten hin zu der heute vorfindlichen Verteilung. Das Gebiet des heutigen Deutschlands war dabei meistens ein tropisches Meer mit Korallenriffen und vielen Inseln.


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Wie war das Klima im Erdmittelalter?

Während des Trias eher trocken und wüstenartig. In der Jura-Zeit wandelt sich das Klima eher in subtropische und tropische Aspekte. Die Kreidezeit war dann eher ein kühlerer Klimaabschnitt. Insgesamt war das Erdmittelalter aber der bislang wärmste Abschnitt der Erdgeschichte.


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Wie sah die Vegetation im Erdmittelalter aus?

Die Vegetation des Erdmittelalters wird von Farnen, Schachtelhalmen, Ginkgo-Gewächsen und Palmfarnen dominiert, wenn wir auf heute noch existierenden Pflanzengruppen schauen. Daneben gab es Pflanzengruppen, die im Verlauf der Erdgeschichte ausstarben.
Die Nacktsamer (z.B. Nadelbäume) erlebten im Erdmittelalter eine große Verbreitung. Die eigentlichen Blütenpflanzen oder Bedecktsamer „eroberten“ das Land dann ab der Kreide.


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Wer bewohnte das Meer des Erdmittelalters?

Alle in der Ausstellung gezeigten Meeresbewohner sind keine Dinosaurier. Die Meeresechsen und Fischsaurier stellen eigenständige Entwicklungen im Rahmen der Evolution der Reptilien dar.


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Was war die „Erfolgsrezepte“ der Dinosaurier?

Ein Erfolgskonzept der Dinosaurier war das von Wasservorkommen unabhängige Ei mit Dottervorrat und harter Schale.
Ein zweites Erfolgsrezept war der aufrechte Gang auf zwei Beinen. Wunderbar in der Ausstellung beim Tyrannosaurus, dem Albertosaurus und den Ceratosaurus zu sehen. Aber auch die großen Sauropoden vermochten sich zeitweise aufzurichten. Dies zeigen der Apatosaurus am Berliner Platz und der Plateosaurus auf dem E-Klo.
Das dritte Erfolgsrezept war die Nutzung pflanzlicher Nahrung. Die ersten Dinosaurier waren reine Fleischfresser. Über lange Zeiträume war den Dinosaurieren auch die Nutzung von Pflanzenteilen möglich.


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Wie viele Dinosaurierarten gibt es?

Aktuell sind 1400 Arten bekannt, davon sind 50% der Arten allerdings nur mit wenigen gefundenen Resten beschrieben.


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Wie entsteht ein Fossil ?

Ein Dinosaurierfund ist möglich, wenn das Tier sehr plötzlich starb und möglichst unter Luftabschluss unter Lehm, Kies oder anderen Sedimenten „begraben“ wird. Durch geologische Prozessen werden die Erd- und Gesteinsschichten, die Fossilien führen, nach langen Zeiträumen wieder an die Oberfläche gefördert.


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Wie kann man das Aussehen der Saurier rekonstruieren?

Die Geschichte der Entdeckung von vorzeitlichen Funden begann im 18.Jahrhundert. Die korrekte Zuordnung der Funde und die Versuche der Rekonstruktion entsprachen immer dem jeweiligen Zeitgeist, den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den Möglichkeiten der Naturwissenschaften. Das zuständige Fachgebiet ist die Paläontologie (Teildisziplin der Geologie). Als Überreste von Sauriern werden Skelette, Skelettfragmente, Kotreste, Spuren, Eier/Nester gefunden. Aus diesen Spuren, der Kenntnis der Vegetation und dem Vergleich mit heute lebenden Tierarten versuchen Wissenschaftler das mögliche Aussehen zu rekonstruieren.


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Wieso starben die Dinosaurier aus?

Die Kreidezeit endete vor 65 Millionen Jahren mit dem katastrophalen Einschlag eines Meteroiten im Gebiet des heutigen Golf von Mexiko.

In der Folge gab es dramatische Folgen für die Pflanzen und Tiere. Stürme, Erdbeben, Feuer, Wolken über lange Zeiträume und Flutwellen bestimmten und veränderten die Lebensräume. Dazu kamen extreme Vulkanausbrüche.

Insgesamt bewirkte dieser Einschnitt das Aussterben fast aller Pflanzen- und Tierarten. Auch die frühen Säugetierarten wären hier beinahe an das Ende ihrer Entwicklung gekommen. Solche dramatischen Ereignisse gab es mehrfach im Verlauf der Erdgeschichte. Diese Einschnitte der Erdgeschichte waren immer mit dem Massenaussterben von Arten verbunden. 99% aller bisher auf diesem Planten lebenden Arten sind im Verlauf der Evolution ausgestorben.

Auch heute leben wir in einer Zeit des Massenaussterbens von Arten. Doch diesmal trägt daran zum ersten Mal eine einzelne Tierart die Schuld: Der MENSCH!


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